So digital sind die 6 größten Freizeitparks Deutschlands

Verschenktes Potenzial? Ungenutze Kapazitäten? Nicht erkannte Stärken und Chancen?

… oder doch alles nur ein Trend der vorbei zieht? Ich habe die digitale Kommunikation und Interaktion der größten Freizeitparks in Deutschland analysiert und überraschende Ergebnisse erhalten.

Die analysierten Freizeitparks

Ich habe mich in meiner Analyse auf 6 der größten Freizeitparks in Deutschland beschränkt, deren Besucherzahlen jährlich jeweils mehr als 1 Millionen betragen. Ich sortiere nur eingeschränkt nach Besuchern pro Jahr, da ich nicht für jeden Park die aktuellsten Zahlen ermitteln konnte, die beiden größten Parks sind aktuell aber bekannt und klar voneinander zu trennen.

Europa Park

Europa Park in Rust bei Freiburg – Unbestritten Deutschlands größter Freizeitpark. Bildquelle: port01.com

Aktuelle Besucherzahl (2014): 5 Millionen

Website: http://www.europapark.de

Facebook-Fans: 635.000 (Stand: 05/2015)

Twitter-Follower: 14.606 (Stand: 05/2015)

Phantasialand

Das Phantasialand in Brühl bei Köln – Einer der ältesten Freizeitparks in Deutschland und gleichzeitig auch der zweitgrößte, gemessen an der jährlichen Besucherzahl. Bildquelle: parkhotel-kerpen.de

Aktuelle Besucherzahl (2013): 1.8 Millionen

Website: http://www.phantasialand.de

Facebook-Fans: 353.000 (Stand: 05/2015)

Twitter-Follower: 6.138 (Stand: 05/2015)

Legoland

Das Legoland Deutschland hat sich seiner Eröffnung 2002 zu einem der größten Freizeitparks Deutschlands entwickelt. Bildquelle: Legoland

Aktuelle Besucherzahl (2014): 1.4 Millionen

Website: http://www.legoland.de

Facebook-Fans: 67.000 (Stand: 05/2015)

Twitter-Follower: 2.443 (Stand: 05/2015)

Heide Park

Das Heide Park Resort in Soltau zählt zu den größten Parks in Deutschland. Bildquelle: Parkerlebnis.de

Aktuelle Besucherzahl (2014): 1.4 Millionen

Website: http://www.heide-park.de

Facebook-Fans: 283.000 (Stand: 05/2015)

Twitter-Follower: 2.964 (Stand: 05/2015)

Hansa Park

Der Hansa Park – „Deutschlands einziger Erlebnispark am Meer“. Bildquelle: Parkerlebnis.de

Aktuelle Besucherzahl (2014): 1.3 Millionen

Website: http://www.hansapark.de

Facebook-Fans: – (Stand: 05/2015)

Twitter-Follower: – (Stand: 05/2015)

Movie Park

Movie Park Eingang

Der Eingang des Movie Park Germany – „Deutschlands einzigartiger Film- und Entertainment-Park“. Bildquelle: MoviePark-Infos.de

Aktuelle Besucherzahl (2014): 1.3 Millionen

Website: http://www.movieparkgermany.de

Facebook-Fans: 170.000 (Stand: 05/2015)

Twitter-Follower: 3.349 (Stand: 05/2015)


 

Achtung, ausführlich! Direkt zum Ergebnis springen

 

Besucherzahlen 2014

Die Besucherzahlen des letzten Jahres sollen mir als Bezugsgröße dienen, um die Parks und deren Präsenz in digitalen Medien miteinander vergleichen zu können.

Kurz gesagt: Wie sieht das Verhältnis zwischen Besucherzahlen und Aktivitäten/Präsenz im Vergleich zu anderen Freizeitparks aus?

Als Maß der Dinge dient die Gesamtzahl aller Besucher der betrachteten Parks, ca. 12,2 Millionen Besucher hatten alle Parks zusammen. (Prozentzahlen sind gerundet)

Europa Park (5,0 Millionen)

Anteil

42%

Phantasialand (1,8 Millionen)

Anteil

15%

Legoland (1,4 Millionen)

Anteil

12%

Heide Park (1,4 Millionen)

Anteil

12%

Hansa Park (1,3 Millionen)

Anteil

11%

Movie Park Germany (1,3 Millionen)

Anteil

11%

 

Social Network Aktivitäten

Die Präsenz auf Facebook, Twitter, Google + und Co. wird heutzutage als maßgeblicher Teil der digitalen Kommunikation bewertet. Neben der Unternehmens-Website läuft über diese Kanäle ein Großteil der direkten Interaktion mit (potenziellen) Besuchern des jeweiligen Parks.

Facebook Fans im Verhältnis zu Parkbesuchern

Stellt man die Facebook Fans in ein Verhältnis zu den jährlichen Parkbesuchern, so ergibt sich eine ganz neue und unerwartete Reihenfolge der Parks. Der Hansa Park fällt komplett ab, da er über keine Facebook-Seite verfügt.

1. Heide Park (283.000) – 20,2%
2. Phantasialand (353.000) – 19,6%
3. Movie Park (170.000) – 13%
4. Europa Park (635.000) – 12,7%
5. Legoland (67.000) – 4,8%
6. Hansa Park – Keine administrierte Facebook-Seite

Der Europa Park muss an dieser Stelle mit der großen Zahl an „Besuchern“ kämpfen. Offenkundig sind die Besucherzahlen in den letzten Jahren erheblich viel schneller gewachsen als die Facebook-Seite des größten Parks in Deutschland. Besonders positiv fällt in dieser Wertung der Heide Park auf, da er mit seiner Besucherzahl im Mittelfeld liegt aber im Verhältnis dazu am meisten Facebook-Fans aufweisen kann.

Das Legoland hingegen ist stark abgeschlagen und mit nur 67.000 Fans auf Facebook deutlich unter dem Schnitt.

Twitter Follower im Verhältnis zu Parkbesuchern

Erfahrungsgemäß ist Twitter in Deutschland längst nicht so etabliert wie in anderen Ländern und kann dementsprechend auch nicht auf eine große Verbreitung bei Freizeitpark-Besuchern zurückgreifen wie Facebook. Setzt man die Follower allerdings ins Verhältnis zu den Parkbesuchern, wird erkennbar, dass die Unterschiede zwar nicht besonders groß sind, manche Parks aber offenkundig mehr Follower mit Inhalten um sich scharen können als andere. Auch hier fällt der Hansa Park weg, da er nicht über einen Twitter Account verfügt.

1. Phantasialand (6.137) – 0,34%
2. Europa Park (14.606) – 0,29%
3. Movie Park (3.349) – 0,25%
4. Heide Park (2.965) – 0,21%
5. Legoland (2.441) – 0,17%
6. Hansa Park – Kein Twitter-Account

Social Signals

Social Signals sind Interaktionen von Nutzern in ausgewählten Social Networks dar, welche mit geteilten Website-Inhalten stattfinden.
Teilt jemand beispielsweise die URL einer Gewinnspiel-Seite auf der Website eines Freizeitparks in Facebook und ein Fan klickt auf „Gefällt mir“, so wird dies als Social Signal erfasst. Hierbei wird nicht nur die Aktivität der offiziellen Social Network Präsenz bewertet, sondern die gesamte Verbreitung der offiziellen Park-Website in Social Networks.
Diese Analyse habe ich mit der Sistrix Toolbox durchgeführt.

1. Phantasialand – 63.475
2. Movie Park – 18.469
3. Europa Park – 13.947
4. Legoland – 9.815
5. Heide Park – 4.210
6. Hansa Park – 2.145

Hier wird erkenntlich, dass URLs der Website des Phantasialands mit erheblichem Abstand öfter ins Social Networks erwähnt werden und eine Interaktion mit ihnen stattfindet.
Dies kann beispielsweise durch eine gezielte Verbreitung über den offiziellen Account oder aber auch durch gut sichtbare und häufig genutzte Platzierung von „Gefällt mir“ Buttons etc. auf der Website bewirkt werden.
Der Hansa Park fällt erneut stark ab, was höchstwahrscheinlich mit dem gänzlichen Fehlen einer offiziellen Social Network Präsenz und daher auch der Förderung von Interaktion zu begründen ist. Ebenfalls wurde die Website nicht für die Integration von Social Network Elementen zur Interaktion optimiert.

Social Networks – Fazit

Abschließend möchte ich für die Kategorie Social Networks schon mal eine kommentierte Reihenfolge der Parks und ihren Aktivitäten abgeben. Die Platzierung wurde aus den oberen drei Reihenfolgen errechnet und stellt damit eine objektive Reihenfolge dar, die ich nicht durch meine eigene Meinung beeinflusst habe. (Nachrechnen gerne möglich 😉 )

Es hat zu diesem Zeitpunkt keine qualitative Bewertung der Inhalte gegeben, da diese Bewertung zwangsläufig subjektiv ablaufen würde, fließt sie an anderer Stelle ggf. ein.

1. Platz: Phantasialand

Das Phantasialand kann als zweitgrößter Park einen sehr deutlichen, ersten Platz belegen. Insbesondere die beeindruckend große Zahl an Social Signals und der starken Twitter-Präsenz im Verhältnis zu den Besuchern überzeugt. Man kann den Park in jedem Fall als Vorreiter in der quantitativen Kommunikation über Social Networks bezeichnen.

2. Platz: Heide Park

Ein Park, der sich mit seinen Besuchszahlen eher im Mittelfeld der betrachteten Parks befindet, kann durch eine solide Basis an Facebook-Fans punkten. Die eher geringe Zahl an Social Signals deutet darauf hin, dass der Park seine eigenen Seiten nicht ausreichend verbreitet und ggf. „Teilen“-Möglichkeiten auf der Seite selbst fehlen oder nicht prominent genug eingesetzt werden. Auch auf Twitter befindet sich der Heide Park auf einer eher schlechten Platzierung.

3. Platz: Movie Park

Der Movie Park Germany landet auf dem dritten Platz, da er durch eine konstant gute Bewertung in allen drei Kategorien überzeugt. In allen Betrachtungen befand sich der Park unter den Top 3, das kann ansonsten nur das Phantasialand auf Platz 1 von sich behaupten.
Überzeugende Werte finden sich insbesondere bei den Social Signals.

4. Platz: Europa Park

Der größte Park Deutschlands kämpft sich auf den vierten Platz. Als Erklärung dafür ist erneut anzumerken, dass der Park eine deutlich größere Zahl an Besuchern im Vergleich zu allen anderen Parks anzusetzen. Dadurch schafft der Park es aktuell nicht, ein vergleichbares Verhältnis auf den Social Networks vorzuweisen, wodurch sich aber nicht zwangsläufig Rückschlüsse auf die Qualität der Kommunikation ziehen lassen, denn als mildernder Umstand sei an dieser Stelle schon mal erwähnt, dass der Park auf seinen Kanälen als einziger mehrsprachig kommuniziert.

5. Platz: Legoland

Das Legoland bleibt leider deutlich hinter den Erwartungen zurück. Die Social Signals befinden sich immerhin noch im Mittelfeld der Betrachtung, die äußerst niedrige Anzahl an Fans der offiziellen Facebook-Seite lässt allerdings darauf schließen, dass diese Seite in nicht ausreichender Form verbreitet und bekannt gemacht wird. Auf Twitter zeigt sich ein ähnliches Bild, sodass davon auszugehen ist, dass die Social Networks allgemein nicht umfangreich beworben werden.

6. Platz: Hansa Park

Der Hansa Park schneidet in diesem Vergleich sehr deutlich als letzter Platz ab.
Der Freizeitpark verfügt weder über einen Facebook- noch über einen Twitter-Account und kann daher auch im Vergleich zu den anderen Parks, die allesamt über einen solchen Account verfügen und ihn mehr oder weniger aktiv nutzen, nicht gut abschneiden. An dieser Stelle hat man sich bisher wohl (un)bewusst gegen eine aktive digitale Kommunikation mithilfe von modernen Plattformen entschieden.

 

Website und Suchmaschinensichtbarkeit

Der zentrale Dreh- und Angelpunkt der digitalen Kommunikation eines Freizeitparks ist nach wie vor die offizielle Website des Parks.
Da sich hier viele Kriterien nur subjektiv beurteilen lassen, vergleiche ich ausschließlich die objektiv ermittelte Sichtbarkeit in Suchmaschinen (ermittelt wird der Sistrix Sichtbarkeitsindex), die Kompatibilität mit mobilen Endgeräten und Ladezeiten. Zudem prüfe ich, ob die Websiten in mehreren Sprachen angeboten werden.
Layout, Design und Nutzerfreundlichkeit liegen oftmals im Auge des Betrachters, deswegen lasse ich diese Kriterien an dieser Stelle außen vor und bewerte sie nicht.

Suchmaschinen Sichtbarkeitsindex

Der Sichtbarkeitsindex in Suchmaschinen ist natürlich ein Stück weit auch daran gebunden, wie ein sehr ein Freizeitpark eine Nische belegt, oder ob er allgemeine Suchanfragen mit abdecken kann. So findet man den Europa Park beispielsweise unter ganz allgemeinen Suchbegriffen wie „Preise“ auf Platz 2, wodurch die Website eine hohe Sichtbarkeit in Suchmaschinen bekommt, unabhängig davon wie viele Besucher die Seite dann tatsächlich mit ihrer Suche verknüpfen können.

1. Europa Park – 3,50
2. Legoland – 2,57
3. Phantasialand – 1,98
4. Heide Park – 1,67
5. Movie Park – 1,43
6. Hansa Park – 0,45

Auffällig ist an dieser Stelle einzig das stark nach unten abweichende Ergebnis beim Hansa Park. Die anderen Parks ordnen sich, mit Ausnahme des Legolands, nach der Besucherzahl ein. Das Legoland kann an dieser Stelle höchstwahrscheinlich davon profitieren, dass der Produktname „Lego“ in vielen anderen Zusammenhängen gesucht wird.

Kompatibilität mit mobilen Endgeräten

In dieser Bewertung kombiniere ich drei Werte: Den mobilen Sichtbarkeitsindex der Sistrix Toolbox, den Google Test auf Optimierung für Mobilgeräte und eine subjektiv bewertete Ansicht auf einem mobilen Endgerät.

1. Europa Park – Mobiler SI: 4,06, Google Test: Bestanden, subjektive Ansicht: 9/10 (fehlerfrei, optimiert)
2. Heide Park – Mobiler SI: 1,7, Google Test: Bestanden, subjektive Ansicht: 10/10 (fehlerfrei, optimiert)
3. Legoland – Mobiler SI: 0,98, Google Test: Bestanden, subjektive Ansicht: 7/10 (fehlerfrei, optimiert)
4. Hansa Park – Mobiler SI: 0,47, Google Test: Bestanden, subjektive Ansicht: 7/10 (fehlerfrei, optimiert)
5. Movie Park – Mobiler SI: 1,57, Google Test: Nicht bestanden, subjektive Ansicht: 7/10 (fehlerfrei, optimiert)
6. Phantasialand – Mobiler SI: 1,92, Google Test: Nicht bestanden, subjektive Ansicht: 4/10 (fehlerfrei, nicht optimiert)

Ein etwas überraschendes Ergebnis zeichnet sich in dieser Bewertung ab, da das Phantasialand als einziger Park aktuell keinerlei Optimierung für mobile Endgeräte vorgenommen hat. Einzig der dennoch hohe mobile Sichtbarkeitsindex ist als positiv zu sehen, ich habe die Platzierung dennoch so vorgenommen, da alle anderen Parks zumindest eine Optimierung angestrebt haben.

Ladezeiten

Den Test der Ladezeiten habe ich einheitlich mit dem „Pingdom Website Speed Test“ vorgenommen und vom selben Server aus getestet. Simuliert wurde ein Erstbesuch.

1. Europa Park – 1,66 Sekunden
2. Heide Park – 1,82 Sekunden
3. Movie Park – 2,17 Sekunden
4. Hansa Park – 2,20 Sekunden
5. Legoland – 2,85 Sekunden
6. Phantasialand – 4,60 Sekunden

Erneut schneidet der Europa Park in diesem Test als bester Park im Vergleich ab.
Das Phantasialand bildet mit deutlichem Abstand ebenfalls erneut das Schlusslicht, die gemessene Ladezeit befindet sich außerhalb der gewöhnlichen Toleranz bzw. Akzeptanz. Auch mehrfache Messungen konnten an diesem Ergebnis nichts verändern.

Mehrsprachigkeit

1. Legoland – 5 sprachig: Deutsch, Englisch, Französisch, Tschechisch, Italienisch
1. Hansa Park – 5 sprachig: Deutsch, Englisch, Dänisch, Schwedisch, Polnisch
2. Europa Park – 4 sprachig: Deutsch, Englisch, Französisch, Niederländisch
2. Phantasialand – 4 sprachig: Deutsch, Englisch, Französisch, Niederländisch
3. Movie Park – 3 sprachig: Deutsch, Englisch, Niederländisch
4. Heide Park – 1 sprachig: Deutsch

Mit Ausnahme des Heide Parks bieten alle Freizeitparks im Vergleich eigene Sprachversionen für die häufigsten Herkunftsländer von ausländischen Besuchern an, vorne weg das Legoland und der Hansa Park mit 5 verschiedenen Sprachversionen, Deutsch jeweils eingeschlossen.

Website und Suchmaschinensichtbarkeit – Fazit

Wie bereits beim vorangegangenen Fazit zu den Social Network Aktivitäten rechne ich an dieser Stelle zusammen, wie jeder Park insgesamt abgeschnitten hat und im direkten Vergleich zum Thema Website und Suchmaschinensichtbarkeit punkten konnte.

1. Platz: Europa Park

Der Europa Park sichert sich souverän den ersten Platz im Website Vergleich. Spitzenwerte in den Bereichen „Suchmaschinen Sichtbarkeitsindex“, „Kompatibilität mit mobilen Endgeräten“ und „Ladezeiten“ unterstreichen die Tatsache, dass der Europa Park offenkundig viel tut um seine Website für seine Besucher zu optimieren. Der zweite Platz in der Kategorie „Mehrsprachigkeit“ ist dabei mit einem Augenzwinkern zu betrachten, immerhin deckt der Park mit den vier Sprachen seiner Website einen überwiegenden Großteil seiner Gäste ab.

2. Platz: Legoland

Das Legoland kann sich den zweiten Platz sichern und sticht insbesondere durch die Unterstützung von 5 Sprachen auf der eigenen Website hervor. Das bietet außer dem Legoland nur der Hansa Park seinen Gästen und Website-Besuchern. Während die Ladezeiten eher nicht zu den aktuellen Stärken der Website zählen, punktet der Park besonders mit einem starken Sichtbarkeitsindex.

3. Platz: Heide Park

Einen souveränen dritten Platz fährt der Heide Park in Soltau in diesem Vergleich ein. Keine Unterstützung von zusätzlichen Sprachen auf der eigenen Website zieht die sehr positiven Werte aus anderen Kategorien leider deutlich runter, insbesondere bei den Ladezeiten schneidet die Seite gut ab.
Als kleine, persönliche Randnotiz sei noch gesagt: Auch wenn es nicht in die Wertung mit einfließt, der Heide Park hat eine sehr schön gestaltete Website! 🙂

4. Platz: Hansa Park

Der Hansa Park überzeugt vorwiegend durch die Unterstützung von 5 Sprachen auf seiner Website. In den sonstigen Vergleichen schafft der Park es leider nicht über das untere Mittelfeld hinaus. Insbesondere der Sichtbarkeitsindex als schwächster im Vergleich kostet Punkte.

5. Platz: Movie Park

Im Movie Park Germany sind vorwiegend Deutsche, Niederländer und englischsprachige Gäste zu finden. Darüber hinaus bietet der Park auch keine Sprachunterstützung auf seiner Seite an und kann damit leider nicht stark punkten. In den sonstigen Kategorien kann der Park mit seiner Website leider ebenfalls nur wenig überzeugen, die mobile Version weist einen Fehler auf, der dazu führt, dass Google nicht erkennt, dass die Website auch in einer mobilen Version vorliegt. Dadurch wird möglicherweise auch der mobile Sichtbarkeitsindex negativ beeinflusst. Einzig die Ladezeiten sind positiv hervorzuheben.

6. Platz: Phantasialand

Das Phantasialand muss mit der fehlenden Unterstützung für mobile Endgeräte viele Punkte liegen lassen. Ebenso fallen die Ladezeiten der Website deutlich aus dem Durchschnitt, das kann auch der mittelmäßige Sichtbarkeitsindex nicht rausreißen.

Nutzerfreundlichkeit, Gestaltung

Zu diesem, sehr subjektiven Thema, verfasse ich Prosa-Texte in denen ich objektive Kriterien aus meiner persönlichen Sicht beurteile und in einer Punktzahl bewerte. Dazu zählen Dinge wie die Struktur der Website, Modernität der Gestaltung und des Layouts, Nutzererlebnis und Umfang der angebotenen Informationen.

Platz 1: Europa Park

Europa Park Website

Ein Screenshot der Website des Europa Parks (Stand 05/2015)

Manchmal kann ich meinen eigenen Geschmack nicht beeinflussen. Ich bin lange über alle Seiten gesurft, doch die aktuelle Seite des Europa Parks gefällt mir insgesamt einfach am besten von allen. Sie verwendet viele Bilder ohne dabei unerträgliche Ladezeiten zu erzeugen, weist dezent auf die Möglichkeiten zum Ticket-Erwerb hin, bietet eine sehr ausführliche Menge an Informationen und die Möglichkeit Hotel-Aufenthalte direkt auf der Website zu buchen. Die gesamte Gestaltung der Seite ist modern und angenehm, aufgeräumt und weitestgehend schlicht gehalten. Direkt auf der Startseite werden Erstbesuchern „Touren“ durch den Park geboten, in denen Empfehlungen zum jeweiligen Tour-Thema ausgesprochen werden. So kann die Zeit im Park optimal genutzt werden.
Insbesondere die Attraktions-Seiten möchte ich abschließend noch hervorheben. Die größten Attraktionen haben eigene Facebook-Seiten und die Interaktionen werden auf der Seite mit eingebunden. Viele, große Bilder und ausführliche Informationen über die Attraktionen klären im Vorfeld eines Besuchs sehr gut darüber auf, was man von der jeweiligen Attraktion erwarten kann.

Platz 2: Legoland

Legoland Deutschland Website

Ein Screenshot der Website des Legoland Deutschland (Stand 05/2015)

Das Legoland in Günzburg geht mit einer übersichtlichen Seite an den Start die, ähnlich wie die Europa Park-Website, teilweise auf großen Bilder aufbaut ohne dabei hohe Ladezeiten zu verursachen. Die Struktur ist übersichtlich und leicht verständlich, so findet man schnell das, wonach man sucht.
Der Lego-Stil ist natürlich Pflicht und gefällt mir in seiner Form der Gestaltung sehr gut. Die Seite bietet weiterhin alle Informationen, die man möglicherweise im Vorfeld eines Besuchs brauchen könnte.
Einzig das „Bitte kauf doch Tickets im Sonderangebot“-PopUp stört mich persönlich.

Platz 3: Heide Park

Heide Park Website

Ein Screenshot der Heide Park Website. (Stand 05/2015)

Die Heide Park-Website hat es auf den dritten Platz geschafft – Und das obwohl mir der Stil von allen Seiten am besten gefällt.
Die Umsetzung ist leider stellenweise nicht ganz so nach meinem Geschmack. Die Schrift ist teilweise in kleineren Größen schwer lesbar. Die Navigation stört mich, da ich häufig mehrmals klicken muss, da sich die Mouse-Over-Dropdown Elemente so schlank öffnen, dass man mit der Maus schnell aus dem Mouse-Over-Bereich gerutscht ist und das Menü sich wieder schließt.
Zudem stört mich, dass auf der Seite mit einem Blick nur sehr wenige Informationen kommuniziert werden. Man kann zwar schnell ein Zimmer bzw. einen Kurzurlaub finden und buchen, dafür erhält man allerdings kaum weitere Informationen, sofern man nicht deutlich weiter runter scrollt oder eine Unterseite aufruft. Den Ansatz der mitscrollenden Toolbox gefällt mir gut, ist aber in meinen Augen nicht verständlich genug um die verborgenen Informationen direkt zugänglich zu machen.

Platz 4: Phantasialand

Phantasialand Website

Ein Screenshot der Phantasialand Website. (Stand 05/2015)

Auf dem vierten Platz befindet sich die Website des Phantasialands. Sie nutzt leider nicht die volle Breite der FullHD-Auflösung, was ich als nicht zeitgemäß empfinde. Weiterhin ist die Seite sehr bildlastig, was man stellenweise auch an den Ladezeiten merkt. Die Seite ist informativ aufgebaut und erlaubt als „Gimmick“ Usern das Hinterlassen von Nachrichten auf der Seite. „Leider“ finden sich in diesen Boxen ausschließlich positive Nachrichten und Lob… sollte das Phantasialand tatsächlich in diesen Boxen nur Lob erhalten, dann ist das super, mir erscheint es jedoch wahrscheinlicher, dass negative Kommentar kategorisch gelöscht bzw. nicht freigeschaltet werden. Das halte ich für intransparent, insbesondere wenn „Platz für Ihre Meinung“ eingeräumt wird. Die Navigation in Bild-Form gefällt mir optisch sehr gut, der restliche Stil der Seite wirkt auf mich jedoch ein wenig „steril“ und unpersönlich, da würde ich ein lebendigeres Farbkonzept bevorzugen.

Platz 5: Movie Park

Movie Park Germany Website

Ein Screenshot der Movie Park Germany Website (Stand 05/2015)

Die Website des Movie Park Germany landet in meiner Bewertung auf Platz 5. Die liegt vor allem an einem veraltet wirkenden Layout, wenig einheitlichem Bildkonzept mit teils wenig ansprechenden Grafiken. Ebenfalls gestalten sich die Aufrufe zum Ticketkauf teilweise recht aufdringlich, liest man beispielsweise die Attraktionsseite der aktuell neuesten Attraktion Park, so wird man innerhalb des Beschreibungstextes zwei mal dazu aufgefordert, ein Ticket zu kaufen. Das ist schade, denn die eigentliche Gestaltung der Seite zeigt Potenzial.
Insgesamt wirkt die Umsetzung aber an mehreren Stellen hastig und wenig ausgefeilt.

Platz 6: Hansa Park

Hansa Park Website

Ein Screenshot der Hansa Park Website (Stand 05/2015)

Das Schlusslicht in dieser Bewertung bildet leider der Hansa Park auf Platz 6.
Die gesamte Gestaltung der Seite sagt mir leider nicht zu, angefangen beim Farbkonzept, über die Nutzerfreundlichkeit bis hin zur Präsentation von Inhalten.
Der Header ist beispielsweise entgegen aktuellen Usability-Prinzipien, indem das Logo (und damit der Weg zurück zu Homepage) auf der rechten Seite platziert ist. Es befindet sich allerdings auf der linken Seite, also auf der eigentlichen Logo-Seite, ein interaktives Navigations-Symbol, welches nicht auf den ersten Blick selbsterklärend ist. Zudem ist nicht offensichtlich, welche Elemente sich dort verbergen und wo hin navigiert wird.
Dies zieht sich leider an mehreren Stellen durch die Seite, sodass ich damit persönlich nicht besonders glücklich werde. Einen Pluspunkt möchte ich allerdings für die Webcam geben.


Gesamtwertung

Nun komme ich zur gesamten Bewertung, bestehend aus den oben bereits aufgelisteten Ranglisten in den einzelnen „Disziplinen“.
Allgemein ist sicherlich gut sichtbar geworden, dass es noch viel Potenzial in der digitalen Kommunikation gibt und die größten deutschen Freizeitparks aktuell noch nicht alles davon ausschöpfen. Aus eigener Erfahrung und Beobachtungen aus Freizeitpark-Communities kann ich sagen, dass es eine große Nachfrage nach aktiver Interaktion und direkter Kommunikation mit dem jeweiligen Lieblingspark gibt und die Zeichen der Zeit absolut in diese Richtung weisen. Das Internet, Websites und Social Networks sind kein kurzlebiger Trend der bald ausgestanden ist. Hier spielt sich heutzutage ein großer Teil des Marketings ab, hier sind moderne Meinungsbildner vertreten und in vielen Punkten hat das Internet dem Fernsehen bereits den Rang abgelaufen. Neue Stars „erheben“ sich aus der Welt des Internets heraus und vereinen große Communities um sich, deren Einfluss weiter wächst.
YouTube, beispielsweise, ist längst viel mehr als nur eine Video-Plattform. Hier werden mehr und mehr großangelegte Marketing-Kampagnen ausgefahren. Diese Märkte sind durch Freizeitparks bisher weitestgehend ungenutzt und stellen nur einen Ort von vielen dar.
Der Ausbau von Kompetenzen in diesem Bereich ist allgemein empfehlenswert für Unternehmen, so natürlich auch für Freizeitparks.

 

1. Platz: Europa Park

Der größte Freizeitpark Deutschlands betreibt nach meiner ausführlichen Bewertung aktuell auf’s Ganze betrachtet auch die umfassendste digitale Kommunikation und Interaktion. Natürlich profitiert der Park stark von der hohen Anzahl seiner Besucher, auch im Vergleich mit den anderen 5 größten Parks, allerdings betreibt der Park auch einen großen Aufwand im digitalen Umfeld. So bietet er seine Inhalte grundsätzlich auch auf Social Networks in verschiedenen Sprachen an, pflegt mehrsprachige Profile und landesspezifische Social Network Accounts. Auch wenn die Reichweite dort im prozentualen Verhältnis zur Besucherzahl nicht so hoch ist wie in anderen Parks ist die absolute Menge an Fans unerreicht.

2. Platz: Heide Park

Überraschend aber völlig zu recht befindet sich der Heide Park in Soltau in dieser Gesamtwertung an zweiter Stelle. Insbesondere die starke Präsenz in Social Networks mit vielen Followern und Fans und die grundsolide Website bescheren dem Park in dieser Wertung den zweiten Platz.

3. Platz: Legoland

Das junge Legoland Deutschland aus Günzburg kann trotz schwacher Social Network Präsenz vorwiegend durch eine starke Website auf dem dritten Platz landen. Auch wenn der Park von allen im Vergleich die engste Zielgruppe bedient, so verteidigt er tapfer seinen Platz unter den 6 größten Freizeitparks in Deutschland und muss sich auch in diesem Vergleich nicht verstecken.

4. Platz: Phantasialand

Der traditionsreiche Freizeitpark in Brühl bei Köln zeigt Stärken und Schwächen gleichermaßen, sodass er es aktuell in meinen Augen nur auf den vierten Platz im Vergleich schafft. Seine starke Positionierung in den Social Networks wird leider durch eine teils wenig moderne und nicht optimierte Website runtergezogen. Die Social Signals zeigen jedoch, dass der Park es schafft, sich in die Diskussion von Freizeitpark-Fans zu bringen, das bietet eine gute Grundlage um sich stark zu verbessern.

5. Platz: Movie Park Germany

Die Website des Movie Park Germany und die sonst nur durchschnittlichen Bewertungen in den restlichen Kategorien reichen an diesem Vergleich nicht für viel mehr aus als einen fünften Platz im Vergleich. Der Park gehört allerdings auch zu den Parks im Vergleich mit den niedrigeren Besucherzahlen, sodass an manchen Stellen relativiert werden muss. Potenzial ist ebenfalls in rauen Mengen vorhanden, sodass eine positive Entwicklung in den nächsten Jahren abzusehen ist.

6. Platz: Hansa Park

Der Hansa Park nutzt aktuell nur sehr wenige Potenziale der digitalen Kommunikation. Keine Präsenz in den Social Networks und eine Website, die in meinem Vergleich ebenfalls nicht gut abgeschnitten hat reichen meiner Meinung nach im Jahre 2015 nicht mehr aus um mit jungen und modernen Besuchern zu kommunizieren.
An dieser Stelle liegt extrem viel ungenutztes Potenzial und ich bin sehr gespannt darauf, ob der Park es in nächster Zeit zumindest teilweise nutzen wird und wie sich die Rangfolge in dieser Bewertung dadurch eventuell verändert.

 

Anmerkung

Abschließend möchte ich anmerken, dass diese Bewertung auf so vielen Tatsachen und analytischen Erkenntnissen beruht, wie ich selbst sammeln konnte. Es ist in diesem Bereich nie ganz möglich, auf subjektive Einschätzungen und Vorlieben zu verzichten und rein auf Tatsachen basierend zu bewerten. Ich habe mir große Mühe dabei gegeben, fair zu bewerten und denke, dass die Tatsache, dass ich das Ergebnis selbst in dieser Form nicht erwartet hätte, für mich und die Neutralität meiner Bewertung spricht.

Über Feedback zu dieser Bewertung würde ich mich sehr freuen und hoffe, dass sie an der ein oder anderen Stelle aufklärt, hilft und informiert.

Author Yannick

Digital Native, Online Marketing – Enthusiast, begeisterter Skifahrer und Freizeitpark-Fan.

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