Social Networks für den guten Zweck nutzen

Im Internet tickt alles ein wenig anders – Das ist jedem Nutzer bekannt. So entstehen auch soziale Projekte und Engagements für den guten Zweck ganz anders als man es vielleicht vermuten würde:
Wie schnell man mit einem guten Zweck Reichweite machen kann.

Vorweg

Willkommen in Bonn

Das „Willkommen in Bonn“-Logo

Dieser Beitrag markiert den Beginn meiner Dokumentation zu einem Projekt, welches sich vollkommen zufällig vor ein paar Tagen auf Facebook gegründet hat: Willkommen in Bonn

Nichtsahnend kommentierte ich wohlwollend einen Artikel des General Anzeiger Bonn auf Facebook, wo bereits nach kurzer Zeit eine Diskussion entbrannte. So kam es, dass ich mich mit zwei Mitstreitern zusammenschloss und wir gemeinsam die Gruppe „Willkommen in Bonn“ auf Facebook gründeten.

In kürzester Zeit sprach sich die Gruppe in diversen Bonner Communities auf Facebook herum und konnten so in weniger als 4 Tagen ohne eine Form der Werbung außerhalb von Facebook 1.000 Mitglieder verzeichnen.

Wie ist das passiert?

Die Diskussion rund um Flüchtlinge und deren Schicksal in Deutschland ist eine sehr polarisierende und emotionale Auseinandersetzung. Es gibt viele vehemente Unterstützer und (leider) mindestens genau so viele Gegner, die Wenigsten scheinen derzeit keine Meinung zu diesem Thema zu haben.

Soziales Netzwerk - Im wahrsten Sinne des Wortes sozial! Klick um zu Tweeten

Solche Themen eigenen sich sehr gut um einerseits Mitstreiter für Initiativen und andererseits Unterstützer für die Sache zu gewinnen. Zwei geschickt platzierte Beiträge in gemeinnützigen Facebook-Gruppen haben schon nach wenigen Minuten große Resonanz erzeugt, Dutzende meldeten sich mit Sachspenden, Initiativen und Ideen zur Unterstützung der Sache.

Die Euphorie überstehen

Initiativen im Internet haben häufig den angenehmen Eigengeschmack des schnell abebbenden Aktionismus der Gemeinschaft. Hier gilt es schon sehr früh ein nachhaltiges System zu entwickeln und die Initiative in strukturierte Bahnen zu lenken, sodass möglichst umfangreich von der angebotenen Unterstützung profitiert werden kann.

Organisieren und den guten Zweck in den Mittelpunkt stellen

Damit die Struktur möglichst schnell entsteht, habe ich mir bereits einen Tag nach Beginn der Initiative eine halbe Nacht um die Ohren geschlagen, um eine eigene Website für die Initiative an den Start zu bringen. Diese basiert auf einem kostenfreien Open Source CMS (genau wie dieser Blog: WordPress) und wurde um einige Funktionen einer Community (Buddypress, bbpress) ergänzt, um eine geordnete und konstruktive Organisationsplattform abgeben zu können.

Die Nutzbarkeit ist für den Moment ausreichend und dafür, dass es sich dabei nicht um eine individuelle und bezahlte Entwicklung handelt, bin ich mit dem Ergebnis der Seite im „Beta“ Status sehr zufrieden. Der Fokus soll auch gar nicht auf der Optik irgendeiner Website liegen, sondern darin, dass man sich dort aktiv an der Organisation beteiligen kann, indem man sich (auch über Facebook) anmeldet und in verschiedenen Gruppen mitorganisieren kann. Zudem gibt es eine Plattform für Ideen.

Vom Netz in die Realität

Der wichtigste Schritt einer Internet-Initiative steht uns noch bevor: Der große Schritt in die reale Welt. Facebook-Likes, Ideen und Angebote sind in der virtuellen Welt zwar Anlass für Euphorie und Freude, bringen aber nur einen nennenswerten Beitrag, wenn sie auch in Taten und echte Aktionen umgewandelt werden können.

Zu diesem Zwecke haben wir bereits einige Schritte eingeleitet und werden uns in den kommenden Tagen auch in der echten Welt zusammensetzen, um das weitere Vorgehen zu diskutieren.

 

Für den Moment bin ich erst mal sehr zufrieden damit, dass wir in kurzer Zeit schon eine Plattform aufbauen konnten, die uns für den guten Zweck sehr nützlich sein können, wenn wir tatsächlich Aktionen durchführen können.

Author Yannick

Digital Native, Online Marketing - Enthusiast, begeisterter Skifahrer und Freizeitpark-Fan.

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