Wer sich im Dunstkreis von Support-Foren, Facebook-Gruppen oder sonstigen Communities zum Thema „Websites“ bewegt, der erlebt quasi täglich das vermutlich größte Dilemma einer jeden Person, die eine eigene Website hat oder haben möchte: „Wie kann ich diese Funktion in meine Website einbauen“ oder „Wie kann ich meinen Online Shop mit WordPress am besten umsetzen“ oder auch „Wir wollen Typo 3 benutzen, wer kann mir da eine Website bauen?“

Diese Fragen haben alle eine zugrundeliegende Problematik gemein: Sie sind nicht zielführend.
Und um dieses provokative Statement zu erläutern, muss ich ein wenig ausholen und möchte meine Gedanken dazu niederschreiben, dass ziellose Websites ohne zugrundeliegende Strategie unbefriedigend sind.

Du brauchst eine Strategie.

 

Wenn du ehrlich zu dir selbst bist und mal genau drüber nachdenkst: Hast du eine Strategie für deine Website entwickelt?
Und dazu sei gesagt: Ein paar Ziele zu haben, ist noch keine Strategie, aber in Anfang.

Deine Website braucht eine Strategie um erfolgreich zu sein, vollkommen egal ob du sie selbst aufbaust und betreibst, oder jemanden damit beauftragst: Du musst genau wissen, was du mit deiner Website erreichen möchtest, du musst dir klar machen, warum du eine Website brauchst und welchem Zweck sie dienen soll.

„Jeder hat eine Website, also brauche ich auch eine“ ist keine Strategie

Das oben genannte Statement hört und liest man auch heute noch viel zu häufig im Umfeld von Websites, oder auch beim Thema „Social Media“, für das übrigens genau das gleiche gilt.
Eine Website ist ein Instrument, sie ist ein Werkzeug das dir für einen ganz bestimmten Zweck dienen soll.

Und ein Werkzeug ist zweckgebunden – Der Zweck für dein Werkzeug ist deine Strategie.
Einen Hammer brauchst du, um ein Bild aufzuhängen und das Bild brauchst du um deine Wohnung zu verschönern.
Würdest du einen Hammer der Marke „SuperHammer“ kaufen, nur weil dein Nachbar auch einen Hammer gekauft hat?
Vermutlich nicht, es sei denn dir sind die Ausgaben für den Hammer egal.

Wenn du aber weißt, dass du ein Bild aufhängen möchtest, dann wirst du schlussfolgern, dass du einen Hammer brauchst, mit dem du den Nagel in die Wand schlägst.
Gleichermaßen kannst du aber auch zu dem Schluss kommen, dass du vielleicht lieber einen Akkuschrauber kaufst und eine Schraube mit Dübel in die Wand schaubst – Dann brauchst du vielleicht gar keinen Hammer. Deine Strategie gibt dir also auch Klarheit über die Frage:

Brauchst du wirklich eine Website und wenn ja – Was für eine?

Erst nachdem (!) du deine Strategie aufgestellt hast und genau weißt, was du erreichen willst, stellt sich die entscheidende Frage: Was muss ich tun um dieser Strategie zu folgen?

Eine Antwort auf diese Frage kann (!) sein: Ich brauche eine Website. Und weiterführend: Meine Website muss folgende Kriterien erfüllen und Ziele verfolgen.

Deswegen sollte der wichtigste Grundsatz deiner Website sein:

Deine Website passt sich deiner Strategie an – Nicht andersrum.

So folgt auch die Wahl der Technologie deiner Strategie.

Lass dich nicht von Technologien limitieren

Natürlich hat jede Technologie Limits und viele Websites stoßen früher oder später auch an diese Limits. Dabei gilt aber auch, dass die Limits oft sehr stark selbst bestimmt werden können.
Wer seine Website selbst entwickelt, der bestimmt mit seinen eigenen Fähigkeiten die Limits. Wer auf Drittanbieter, Content Management Systeme oder Baukasten-Systeme vertraut, der ist auf die dortigen Limits angewiesen.

Wichtig ist dabei nur zu wissen, welche Limits deine Strategie betreffen und dabei ist vor allem Langfristigkeit nicht zu vernachlässigen.
Sei ehrlich zu dir selbst und betrachte die Fakten, wenn du eine Technologie und eine Lösung für deine Website findest. Hinterfrage immer sehr genau, ob die Möglichkeiten und Limitierungen des Systems deiner Strategie auch langfristig dienlich sein können.

Geld spielt eine Rolle

Natürlich spielt Geld eine Rolle, das tut es immer. Aber auch Geld sollte nicht der limitierende Faktor sein und im besten Fall hast du in deiner Strategie auch eine Lösung für die finanzielle Umsetzung gefunden.
Fakt ist: Die billige Lösung ist insbesondere bei Websites nicht immer tatsächlich auch billig, sondern kann langfristig viel teurer werden, als du denkst.

Bei Website-Lösungen gilt sehr häufig, wie so oft im Leben auch: Wer billig kauft, kauft zwei mal.

Entscheide dich also nicht für ein System, das „erst mal so ganz okay ist“. Entscheide dich für ein System, dass deiner Strategie entspricht und wenn deine Strategie vorsieht, dass dieses System nicht teuer sein soll, dann setze deine Strategie z.B. in Iterationen um, fang klein an und stell sicher, dass gewisse Funktionen auch später noch implementiert werden können. Insbesondere Baukästen-Systeme lassen das z.B. nur sehr begrenzt zu und sind teilweise so limitiert, dass sie die langfristigen Anforderungen einer Strategie ohnehin nicht erfüllen können.
Baukästen sind günstig, schnell und einfach – Bieten aber wenig Komplexität. Das kann zu deiner Strategie passen, muss es aber nicht.

Author Yannick

Digital Native, Online Marketing - Enthusiast, begeisterter Skifahrer und Freizeitpark-Fan.

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